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Virtuelle Ausstellung  |  August 2015

Die Itelmenen – ein Volk von der Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten Russlands

Etwa 2500 Itelmenen leben heute an der Westküste Kamtschatkas und im Tal des Kamtschatkaflusses. Dort werden sie auch als Kamtschadalen bezeichnet. Viele Itelmenen wohnen auch in den Städten Petropavlovsk-Kamtschatski und Elizovo.

Fischfang, Jagd und Sammeln bilden die wirtschaftliche Grundlage dieses Volkes. Ihr Leben ist für das 18. und 19. Jahrhundert in den Werken deutsch-baltischer Forscher umfassend dokumentiert. Dazu zählen auch eindrucksvolle Aquarelle von Friedrich Heinrich von Kittlitz. Eine neuere Studie erfasst die wirtschaftlichen Ressourcen der Itelmenen an der Westküste Kamtschatkas im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung.

Im Zuge von Perestroika kam es Ende der 1980er Jahre zu einer kulturellen Rückbesinnung vieler Itelmenen. Einstige Rituale und Weltbilder finden jeden Herbst ihren Ausdruck in dem neu inszenierten Versöhnungsfest mit der Natur: Alchalalalai. Das Fest wird begleitet von choreografischen Darstellungen traditioneller Tänze des Ensembles 
El'vel'. Diese künstlerischen Aktivitäten fanden besondere Anerkennung auch auf Gastspielreisen in Deutschland, wo in Ausstellungen auch Kinderzeichnungen und Beispiele der Schnitzkunst der Itelmenen gezeigt wurden. Seit Anfang der 1990er Jahre gibt es verstärkte Bemühungen zum Erhalt der bedrohten itelmenischen Sprache.


Kinderzeichnungen der Kamtschadalen

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Kinderzeichnungen der Itelmenen

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Erinnerungen an den Fischfang bei Sedanka

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Alchalalalai – das Herbstfest der Itelmenen

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Tänze des Ensembles "El'vel'" in Kovran

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Das Ensemble "El'vel'" in Deutschland

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Itelmenischer Liederwettbewerb während des Alchalalalai-Festes in Kovran

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Aleksandr Pritčin – ein itelmenischer Schnitzkünstler bei der Arbeit 

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Itelmenische Szenen in der Schnitzkunst von Aleksandr Pritčin  

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