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Projekt

Itelmenischer Sprachunterricht in Petropavlovsk-Kamtschatski

Durch dieses Kooperationsprojekt mit der Gesellschaft für bedrohte Völker – Regionalgruppe München wird auf Initiative von Tjan Zaotschnaja der Erhalt der itelmenischen Sprache und Kultur auf Kamtschatka unterstützt.

Die itelmenische Sprache zählt zu den weltweit besonders bedrohten Sprachen. Nur etwa zwei Dutzend Menschen der älteren Generation sind noch in der Lage, itelmenisch in einst gewohnter freier Rede zu sprechen. Gleichzeitig wächst unter itelmenischen Jugendlichen und vor allem auch unter denen, die in der Hauptstadt Petropavlovsk-Kamtschatski und im Elizovski-Bezirk leben, der Wunsch ihre eigene Sprache zu erhalten. Denn sie enthält auch besonderes kulturelles Wissen und vermittelt ihnen Zugehörigkeit zu einem der ältesten Völker Kamtschatkas.

Auf Grund einer Initiative von Tjan Zaotschnaja unterstützte die Kulturstiftung Sibirien in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (Regionalgruppe München) und pro Sibiria e.V. im Jahre 2010 ein erstes Projekt. Damit wurde die abschließende Ausbildung in St. Petersburg eines dringend benötigten zukünftigen Lehrers der itelmenischen Sprache finanziell unterstützt sowie ein von diesem verfasstes erstes kleineres Lehrbuch zur itelmenischen Sprache.

Die Abbildungen zeigen den durch dieses Projekt geförderten Lehrer Viktor Ryzhkov in verschiedenen Unterrichtssituationen in Petropavlovsk-Kamtschatski und im Elizovski-Bezirk. (Fotos: Al'bina Morilova)